Dorfkirche Cramon


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Zur Cramoner Kirche gehört ein fast freistehender Glockenturm aus dem 19. Jhdt. Damit die schönen mittelalterlichen Spitzbogenblenden am Westgiebel der Kirche sichtbar blieben, wurde er 1844 einige Meter vom Kirchenschiff entfernt gebaut und nur durch eine Vorhalle mit dem Schiff verbunden. 

1178 ist das Dorf Cramon erstmals urkundlich nachweisbar, die heutige Kirche entstand jedoch erst ab 1414, wie Untersuchungen der verwendeten Hölzer belegen. Der Backsteinsaal mit dreiseitigem Chor sollte ein Gewölbe erhalten, wie Streben und Schildbögen verraten. Mangelndes Geld oder fehlende Fachleute führten jedoch dazu, dass das Innere schließlich flach gedeckt wurde. Vom Turm aus dem Jahr 1844 führt eine Vorhalle ins Schiff; in ihr befindet sich das Westportal aus der Entstehungszeit der Kirche. Ins 17./18. Jhdt. ist die Südvorhalle aus Fachwerk zu datieren.

Das Innere der Kirche ist schlicht. Aus frühester Zeit sind die Schale einer Granittaufe aus dem 13. Jahrhundert und ein Grabstein aus dem Jahr 1400 erhalten – beide gehörten vielleicht schon zu einem Vorgängerbau der heutigen Kirche. Die Taufschale hatte auf dem Friedhof überdauert und wurde 1956 in die damals neu gestaltete Taufe eingearbeitet. Die neugotische Ausstattung aus dem aus dem 19. Jhdt. ist 1952 aus der Kirche entfernt worden. Erhalten blieb, wenn auch ohne originalen Prospekt, die 1966 wieder hergestellte Orgel vom Orgelbauer Friese von 1879.

Die Glocken im Turm stammen von 1827 und 1965.

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