Dorfkirche Alt Sammit

Baudenkmal

Die kleine Alt Sammiter Dorfkirche stammt bereits vom Anfang des 13. Jahrhunderts und war über lange Zeit eng mit der Familie von Weltzien verbunden. Im Dreißigjährigen Krieg stark zerstört, ließ Daniel von Weltzien sie danach wieder aufgebaut. Ein Aufbau gelang wie durch ein Wunder auch in den 1980er-Jahren, nachdem die Kirche bereits baupolizeilich gesperrt war.

Der schlichte Feldsteinbau der Kirche Alt Sammit blieb nach der Errichtung lange turmlos; der Ostgiebel war zunächst als Fachwerk errichtet. Nach der Zerstörung nicht nur der Kirche sondern des ganzen Dorfes 1638 wurden Ort und Gotteshaus ab 1650 wieder aufgebaut, nachdem Gutsherr Daniel von Weltzien und seine Familie aus dem pommerschen Exil zurückgekehrt waren. Tragisches Schicksal: In der 1674 neu geweihten Kirche musste der Patron als erstes seine Frau beerdigen lassen.

1793 verkauften die Weltziens Gut und Dorf an die von Plessens; weitere Eigentümer folgten rasch aufeinander. 1863 ließ der damalige Patron den Turm bauen, sodass die Glocken nich mehr in einem einfachen Holzgestell hingen. 1917 sollte die Familiengruft derer von Weltzien erneuert werden, das Vorhaben wurde jedoch nicht umgesetzt.

Mit der Enteignung des Gutsherrn von Alt Sammit 1945 war die Kirche ihrem Schicksal überlassen. 1960 wurde sie gesperrt, das noch erhaltene Mobiliar ausgelagert. 1984 brach schließlich der Dachstuhl zusammen, sodass ihr Schicksal besiegelt schien. Doch eine für DDR-Zeiten ungewöhnliche Allianz aus Kirchgemeinde, Pastor, Bürgermeister, Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaft und Volkseigenem Gut schaffte es, im Laufe etlicher Jahre, den Bau zu erhalten und zu sanieren. 1990 erhielt das Dorf dafür eine Auszeichnung des Europäischen Denkmalschutzverbandes – die Plakette ist an der Kirche angebracht. Nach 1990 wurde die Kirche zu einem Rüstzeitheim mit Übernachtungsmöglichkeit im Dachgeschoss ausgebaut und für diesen Zweck bis 2016 genutzt.

Von der ursprünglichen Inneneinrichtung sind ein Altargemälde der Zeit um 1869, eine schlichte Kanzel ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert und ein etwas älteres Kruzifix erhalten.

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