Mühle Neschow
Von 1377 bis 1978 gab es bei Neschow an der Maurine eine Wassermühle, die allerdings schon ab 1928 nicht mehr im ursprünglichen Sinne genutzt wurde. Heute sind noch einige Mauerreste und der umwaldete Mühlenteich vorhanden.
Mühle Neschow
Von 1377 bis 1978 gab es bei Neschow an der Maurine eine Wassermühle, die allerdings schon ab 1928 nicht mehr im ursprünglichen Sinne genutzt wurde. Heute sind noch einige Mauerreste und der umwaldete Mühlenteich vorhanden.
Mühlen benötigten in Zeiten ohne Dampf- oder Elektroantrieb Wind, z. B. auf einem Hügel, oder Wasser und ein gewisses Gefälle. So kam es vor, dass Wind- oder Wassermühlen oft außerhalb von Ortschaften errichtet werden mussten, um einen guten Standort zu haben. Ein Beispiel dafür ist die einstige Mühle bei Neschow, die im 14. Jhdt. am Bauchlauf der Maurine gebaut wurde. Zu ihr gehörte in den letzten Jahrzehnten des Bestehens auch ein Dampfantrieb, sodass Mühlengebäude, Wohnhaus und Schornstein das Bild prägten.
Drei Generationen der Müllerfamilie Wieschendorff betrieben bis 1928 die Mühle. Sie stellten Roggenbackschrot für die Lübecker Bäcker her und konnten mit der hinzugekommenen Sägemühle auch Holz schneiden. Aufgrund des gesunden Klimas diente das Wohnhaus schon ab 1928 als Genesungsheim. Schließlich nutzte man die Mühle als Kinderheim, zuletzt bis 1973 als Altersheim. Ende der 70er-Jahre erfolgte schließlich der Abriss.
Die Mordmühle
Wie überall in Mecklenburg haben auch in dieser Gegend im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) schreckliche Greueltaten stattgefunden. So sollen marodierende Söldner die gesamte Müllerfamilie umgebracht und das Anwesen niedergebrannt haben. Lange Zeit trug die Mühle den Namen „Mordmühle“.